NHL Draft 2023 verspricht zum stärksten seit Jahren zu werden | NHL.com/de (2024)

Bedard und Fantilli locken zum Vergleich mit McDavid und Eichel, Reinbacher nächstes Talent aus Österreich

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von Alexander Gammel

@NHLde NHL.com/de Freier Autor

Die Stanley Cup Playoffs sind zwar vorbei, doch das bedeutet nicht, dass in der NHL alles gelaufen ist. Am 28. und 29. Juni steht der Upper Deck NHL Draft 2023 an. Dieses Ereignis könnte die NHL über mehr als ein Jahrzehnt hinweg prägen, denn der Jahrgang gilt als einer der stärksten der jüngeren Vergangenheit.

Die diesjährige Klasse an Talenten lud immer wieder zu Vergleichen mit den Jahrgängen 2013 und 2015 ein. Um zu zeigen, was das bedeutet: 2015 war der erste Pick kein geringerer als Connor McDavid, gefolgt vom diesjährigen Stanley Cup Champion und Playoff-Topscorer Jack Eichel. Außerdem wurden in der ersten Runde Starspieler wie Mitchell Marner, Noah Hanifin, Zach Werenski, Timo Meier, Mikko Rantanen, Mathew Barzal und Kyle Connor gewählt. Selbst ein Spitzenspieler wie Sebastian Aho rutschte in die zweite Runde ab und den Minnesota Wild glückte das Kunststück, in der fünften Runde mit Kirill Kaprizov noch einen absoluten Superstar zu ergattern.

Dieses Jahr gibt es einmal mehr einen Spieler, der wie McDavid als Ausnahmetalent gilt, das ein Team und die Liga dominieren könnte. Der kanadische Center Connor Bedard ist die klare Nummer eins des Jahrgangs und wird immer wieder in einem Atemzug mit McDavid oder Sidney Crosby genannt. Mit dem zweiten Pick wird aller Voraussicht nach Adam Fantilli, ein weiterer Center aus Kanada, folgen.

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Die diesjährige Gruppe ist insgesamt besonders von Stürmern geprägt. Im abschließenden Ranking des NHL Central Scouting Service sind die 17 besten Spieler aus Nordamerika und acht der neun besten Spieler aus Europa Angreifer.

Das US National Team Development Program stellt einmal mehr eine starke Fraktion mit Will Smith, Ryan Leonard, Oliver Moore und Gabriel Perreault. Perreault brach zuletzt den Rekord für die meisten Punkte eines Spielers im USNTDP in einer Saison. In 63 Spielen sammelte er 132 Zähler (53 Tore, 79 Assists).

Aus Europa verdiente sich vor allem der schwedische Center Leo Carlsson die Aufmerksamkeit der Scouts. Er war in der abgelaufenen Saison für Örebro in der SHL aktiv und erzielte in 44 Partien 25 Punkte (10 Tore, 15 Assists). Bei der WM setzte er mit fünf Punkten (3 Tore, 2 Assists) in acht Spielen ein weiteres Ausrufezeichen.

Aus der Slowakei ist Dalibor Dvorsky der Spitzenkandidat. Die Nummer drei des europäischen Rankings brachte es in der HockeyAllsvenskan, der zweiten schwedischen Liga, auf 14 Punkte (6 Tore, 8 Assists) in 38 Spielen. Eduard Sale stürmte in seinem Heimatland Tschechien für den Spitzenklub Kometa Brno und lieferte in 43 Begegnungen 14 Punkte (7 Tore, 7 Assists).

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© Eurasia Sport Images/Getty Images

Interessant wird die Frage, was mit den russischen Kandidaten geschieht. Matvei Michkov ist hinter Carlsson die Nummer zwei auf der Liste der europäischen Skater und galt anfangs als Bedards größter Konkurrent im Kampf um den ersten Pick. Angesichts der politischen Situation und der Tatsache, dass er noch für mehrere Jahre bei SKA St. Petersburg unter Vertrag steht, könnten Teams allerdings davor zurückschrecken, ihn zu draften. Gut möglich, dass jemand unter dem gegebenen Risiko ihm einen späteren Zug widmen wird. Ähnlich steht es um den Stürmer Danil But und den Verteidiger Mikhail Gulyayev, die beide ebenfalls unter den Top 10 Europas sind.

Die starke Gruppe an Stürmern, die den Draft beherrscht, wird ausgerechnet von einem Verteidiger aus Österreich aufgebrochen. David Reinbacher stand schon zu Beginn der Saison hoch im Ansehen der Talentsucher und verbesserte seine Position mit beachtlichen Leistungen in der Schweizer National League weiter. Er war ein Schlüsselspieler in der Abwehr des EHC Kloten und verbuchte 22 Punkte (3 Tore, 19 Assists) in 46 Spielen. Er liegt auf dem fünften Platz in der europäischen Liste und dürfte der erste Abwehrspieler sein, der im diesjährigen Draft gewählt wird.

Reinbachers Landsmann Ian Scherzer ist auf Platz 85 der zweitbeste Spieler aus dem deutschsprachigen Raum. Der Center war für den Nachwuchs von Rögle BK in Schweden aktiv und erzielte für die U20 sieben Punkte (3 Tore, 4 Assists) in 30 Spielen.

Einige deutsche und Schweizer Spieler haben Chancen darauf, in den späteren Runden gedraftet zu werden. Aus Deutschland schafften es die Mannheimer Kevin Bicker (#124 International Skaters) und Linus Brandl (#109intls) auf die Liste, aus Berlin Bennet Rossmy (#126intls) und Norwin Panocha (#114 intls). Die Schweiz wird vertreten von den Angreifern Simon Meier (#106intls), Lenn Zehnder (#113intls), Tomasso De Luca (#158 North American Skaters) und Verteidiger Eric Schneller (#131intls) sowie Torhüter Tim Metzger (#31 North American Goalies).

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Insgesamt glänzt der Jahrgang 2023 vor allem in der Offensive mit einer Reihe von Spitzentalenten, hat aber auch viel Tiefe und Potenzial zu Glücksgriffen in den späteren Runden. Bedard, Fantilli und Carlsson haben unter Umständen sogar das Zeug, zu Starspielern wie McDavid, Eichel und Marner zu werden. Dieser Draft wird große Bedeutung für die kommenden Jahre haben. Bis es soweit ist, könnten einige Teams noch versuchen, ihre Position durch Transfers zu verbessern.

Bisher scheinen die Chicago Blackhawks die großen Gewinner zu sein. Sie erhielten in der Draft Lottery den ersten Pick. Nach ihnen kommen die Anaheim Ducks, Columbus Blue Jackets, San Jose Sharks und Montreal Canadiens zum Zug. Die Canadiens, Blackhawks, Sharks, Arizona Coyotes, Detroit Red Wings, St. Louis Blues, Philadelphia Flyers und Nashville Predators haben in der ersten Runde alle zwei Picks. Die gastgebenden Predators haben die Rekordzahl von 13 Zügen (2x 1., 2x 2., 3x 3., 3x 4., 2x 5., 1x 6.).

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