Reinbacher führt Draft-Kandidaten aus DACH-Raum an | NHL.com/de (2024)

Österreich setzt mit dem Verteidiger seine starke Entwicklung fort, Deutschland und die Schweiz dünner besetzt

Reinbacher führt Draft-Kandidaten aus DACH-Raum an | NHL.com/de (1)

NHL.com/de präsentiert in der Serie Draft Watch 2023 die neuesten Nachrichten über den nächsten Draft-Jahrgang. In dieser Ausgabe: Die Kandidaten aus dem DACH-Raum im Vergleich.

Die reguläre Saison in der NHL steht kurz vor ihrem Ende. Für manche Teams bedeutet das, dass die Stanley Cup Playoffs vor der Tür stehen, für andere Mannschaften, dass es bald in die Sommerpause geht und die Vorbereitungen für die nächste Spielzeit anstehen. Einer der wichtigsten Termine in der spielfreien Zeit ist der NHL Draft 2023 am 28. und 29. Juni. Der diesjährige Draft gilt als besonders stark besetzt, angeführt von Ausnahmetalent Connor Bedard, als hoch gehandelter Nummer-1-Zug.
Nach starken Draft-Jahrgängen sind die Ansprüche auch im deutschsprachigen Raum gewachsen. Spieler wie Marco Rossi und Marco Kasper aus Österreich, Lian Bichsel aus der Schweiz und Tim Stützle, Moritz Seider und Lukas Reichel aus Deutschland, wurden alle innerhalb der letzten vier Jahre in der ersten Runde gedraftet. Ihre Nachfolger haben es daher nicht leicht, den Erwartungen gerecht zu werden.
Mannheim vertritt das Deutsche Eishockey
Der Talentpool aus Deutschland ist diese Saison deutlich dünner besetzt als in vergangenen Jahren. Nur zwei Stürmer, Kevin Bicker und Linus Brandl, stehen auf der Liste des Central Scouting Service. Beide sind in der Nachwuchsabteilung der Adler Mannheim aktiv und folgen damit in den Spuren von Stützle und Seider. Das Niveau dieser beiden Starspieler sollte von ihren Nachfolgern allerdings nicht erwartet werden.
Brandl belegt in der Players-to-Watch-Liste unter den internationalen Skatern Platz 101, Bicker steht auf Rang 115. Am 1. April setzten sie sich mit den Jungadlern im Finale der DNL-Playoffs gegen Köln durch und holten den Meistertitel. Bicker beendete die Playoffs mit 16 Punkten (10 Tore, 6 Assists) als Topscorer und bester Torjäger.
Brandl konnte in den Playoffs nur drei von zehn Spielen bestreiten, doch wenn er auf dem Eis stand, war er umso beeindruckender. In den drei Partien gelangen ihm ganze neun Punkte (3 Tore, 6 Assists).
Sowohl Brandl, als auch Bicker, hatten diese Saison mit Verletzungen zu kämpfen. Das führt für gewöhnlich dazu, dass Spieler in den Rankings der Scouts absteigen, weil es schlicht keine Möglichkeit gibt, sie zu beobachten und zu beurteilen. Wären sie gesund geblieben, würden sie in der Liste des CSS womöglich etwas weiter oben stehen. So dürfen sie sich erst in den späteren Runden Hoffnungen machen, gedraftet zu werden.
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Schweiz auf allen Positionen vertreten
Auch der Schweiz fehlt ein Ausnahmetalent wie Lian Bichsel aus dem letztjährigen Draft. In den späteren Runden könnten jedoch Eidgenossen auf allen Positionen gedraftet werden.
Im Angriff steht Center Simon Meier unter Beobachtung des CSS. Meier belegt Platz 107 in der Liste der internationalen Skater. In der Schweizer Nachwuchsliga U20-Elit trat der 17-Jährige für den EHC Kloten an und war in der regulären Saison mit 37 Punkten (10 Tore, 27 Assists) der zweitbeste Scorer seines Teams, obwohl er nur 30 von 48 Spielen bestritt.
Eric Schneller vertritt die Schweiz in der Abwehr und landete auf Rang 109. Er machte bereits vergangene Saison den Schritt nach Schweden. Dort spielte er sowohl für die U18, als auch die U20 von Rögle BK. Für die U20 bestritt er in der höchsten schwedischen Nachwuchsliga 18 Partien und verbuchte ein Tor und einen Assist.
Tim Metzger steht im Draft als Torwart zur Verfügung. Er trug diese Saison in der Western Hockey League das Trikot der Everett Silver Tips. In 17 Spielen kam er auf eine Bilanz von 4-5-1 bei 3,35 Gegentoren pro Spiel und einer Fangquote von 88,8 Prozent. Er steht im Ranking der nordamerikanischen Torhüter auf Platz 20.
Keiner dieser Spieler wird ähnlich früh wie Bichsel oder J.J. Moser gedraftet werden, sollten sie jedoch alle gewählt werden, wäre es das zweite Mal in fünf Jahren, dass gleich drei Schweizer im Draft zum Zug kommen.
Österreich setzt mit Reinbacher starke Entwicklung fort
Das überragende Talent des Jahrgangs aus dem deutschsprachigen Raum ist der Österreicher David Reinbacher. Er war im Mid-Term Ranking des CSS auf Platz zehn der internationalen Skater. Diese Position könnte sich in der finalen Rangliste nochmals verbessern, denn Reinbacher lieferte in der Schweizer National League bei Kloten eine beeindruckende Saison.
Als Verteidiger war er bereits vergangene Saison am Aufstieg des Teams in die höchste Spielklasse beteiligt. Diese Saison avancierte er zum Leistungsträger und zog mit dem Liganeuling umgehend in die Playoffs ein. In der regulären Saison sammelte er 22 Punkte (3 Tore, 19 Assists) in 46 Spielen. In drei Playoff-Spielen legte er ein Tor und eine Vorlage nach.

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© Codie McLachlan/Getty Images

Neben Reinbacher könnte Stürmer Ian Scherzer die Aufmerksamkeit der NHL-Teams erregen. Der Center spielt mit dem Schweizer Schneller zusammen im Nachwuchs von Rögle. Für die U20 gelangen ihm sieben Punkte (3 Tore, 4 Assists) in 30 Spielen. Besonders beeindruckend war sein Auftritt bei der Juniorenweltmeisterschaft, wo er mit vier Punkten (1 Tor, 3 Assists) gemeinsam mit Luca Auer Österreichs Topscorer war. Die Scouts setzten ihn unter den internationalen Skatern auf Rang 111.
Österreich setzt seine beeindruckende Entwicklung in der Nachwuchsarbeit weiter fort. Nachdem Marco Rossi 2020 von den Minnesota Wild als Nummer neun gedraftet wurde und die Detroit Red Wings vergangenes Jahr Marco Kasper an achter Stelle wählten, wird Reinbacher wohl der dritte Österreicher in vier Jahren werden, der in der ersten Runde gedraftet wird.
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